Ultralangzeit Review Primus Multifuel Kocher

| Keine Kommentare | 5.305 mal gelesen

Der erfolgreiche Abschluss einer Outdooraktivität steht und fällt mit dem Essen (hab ich mir sagen lassen). Gerade wenn man ein Paar Tage unterwegs ist und nicht jedem Tag an einer zivilisierten Einkehrmöglichkeit was Essen möchte ist die richtige Wahl des Kochers ausschlaggebend. Ich besitze nun schon seit einigen Jahren einen Primus Multifuel Kocher und möchte in einem Ultralangzeit Review mal ein paar Erfahrungen weitergeben.

Durch den Kocher kann man alles jagen, was fl√ľssig ist und irgendwie brennt, also Benzin, Diesel, Petroleum und Kerosin. Gas geht leider bei meinem Modell nicht (dazu h√§tte ich mal lieber damals beim Kauf etwas mehr Geld ausgeben solle und das gr√∂√üere Modell den Primus Omnifuel kaufen sollen).

Beim Anheizen des Kochers kann es schon mal die ein oder andere kleine Stichflamme geben, da der Fl√ľssigbrennstoff erstmal Gasf√∂rmig werden mu√ü. Der Brenner mu√ü zuerst vorgeheizt werden.

Warum ich mich damals f√ľr einen Fl√ľssigbrennstoff Kocher entschieden habe weis ich nicht mehr genau (ich glaube der war damals im Angebot beim Globi), heute w√ľrde ich wahrscheinlich eher zu Gas tendieren, da vom Packma√ü der Kocher + Brennstoffflasche mehr Platz in Rucksack belegt als die Gasvarianten, daf√ľr hat Fl√ľssigbrennstoff aber einen h√∂heren Heizwert. Durch den h√∂heren Heizwert sollte dann auch das Essen schneller fertig sein, man spart ein wenig Zeit, die dann beim Zerlegen wieder drauf geht (um den Druck in der Brennstoffflasche abzubauen, sollte der Brenner etwas nachlaufen, geht zwar auch ohne, gibt aber ein wenig Sauerei).¬†L√§uft der Brenner erstmal auf Vollgas, dann ist er relativ laut.

Heute konnte ich dann mal bei Minus Temperaturen testen wie schnell der Kocher ist. Ein 0,75l Topf mit eiskaltem Wasser war in gut 9 Minuten am Kochen. Das Fand ich echt okay, zumal heute durchweg -7 Grad waren. Der Aluwärmeschutz den ich verwende ist nicht zwangsläufig nötig, bringt aber noch ein wenig mehr Dunst beim Erwärmen.

Leider kann man die Leistung des Kochers nur relativ schlecht dosieren, es gibt eigentlich nur viel hei√ü oder kurz vor den Ausgehen, da√ü geht bei dem gr√∂√üeren Modell, dem Omnifuel besser (der hat ein zus√§tzliches Drosselventil direkt am Brenner). Schwachpunkt bei dem Kocher ist meiner Meinung nach die Verbindung Kraftstoffpumpe / Kraftstoffleitung am Brenner. Diese Verbindung kann man l√∂sen, dann hat man die Kraftstoffpumpe und Brenner separat und kann diese platzsparender verstauen. Bei mehrmaligem auseinander / zusammenstecken hatte die Gummidichtung ihren Geist aufgegeben. Dann sifft die Verbindung ganz sch√∂n, ungef√§hrlich ist das zudem auch nicht! Noch dazu ist diese Dichtung nicht im standard Reparaturkit dabei, und konnte nur √ľber die Spezialkundenhotline vom Globi besorgt werden!¬†Das ist mehrmals passiert, so dass ich mir bei Ebay dann eine passende Dichtung besorgt haben, die aus etwas h√§rteren Gummimischung ist. ¬†Mit der neuen Dichtung konnte ich diese Probleme jedoch abstellen.

Trotz des kleinen Dichtungsproblem ist der Kocher recht solide, nicht der Leichtest- / Kleinste aber daf√ľr verl√§sslicht im Betrieb und mit ner ganzen Menge Brennstoff zu befeuern,

schreibt Christian


Andere interessante Beiträge:

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.