Der erfolgreiche Abschluss einer Outdooraktivität steht und fällt mit dem Essen (hab ich mir sagen lassen). Gerade wenn man ein Paar Tage unterwegs ist und nicht jedem Tag an einer zivilisierten Einkehrmöglichkeit was Essen möchte ist die richtige Wahl des Kochers ausschlaggebend. Ich besitze nun schon seit einigen Jahren einen Primus Multifuel Kocher und möchte in einem Ultralangzeit Review mal ein paar Erfahrungen weitergeben.
Durch den Kocher kann man alles jagen, was flüssig ist und irgendwie brennt, also Benzin, Diesel, Petroleum und Kerosin. Gas geht leider bei meinem Modell nicht (dazu hätte ich mal lieber damals beim Kauf etwas mehr Geld ausgeben solle und das größere Modell den Primus Omnifuel kaufen sollen).
Beim Anheizen des Kochers kann es schon mal die ein oder andere kleine Stichflamme geben, da der Flüssigbrennstoff erstmal Gasförmig werden muß. Der Brenner muß zuerst vorgeheizt werden.
Warum ich mich damals für einen Flüssigbrennstoff Kocher entschieden habe weis ich nicht mehr genau (ich glaube der war damals im Angebot beim Globi), heute würde ich wahrscheinlich eher zu Gas tendieren, da vom Packmaß der Kocher + Brennstoffflasche mehr Platz in Rucksack belegt als die Gasvarianten, dafür hat Flüssigbrennstoff aber einen höheren Heizwert. Durch den höheren Heizwert sollte dann auch das Essen schneller fertig sein, man spart ein wenig Zeit, die dann beim Zerlegen wieder drauf geht (um den Druck in der Brennstoffflasche abzubauen, sollte der Brenner etwas nachlaufen, geht zwar auch ohne, gibt aber ein wenig Sauerei). Läuft der Brenner erstmal auf Vollgas, dann ist er relativ laut.
Heute konnte ich dann mal bei Minus Temperaturen testen wie schnell der Kocher ist. Ein 0,75l Topf mit eiskaltem Wasser war in gut 9 Minuten am Kochen. Das Fand ich echt okay, zumal heute durchweg -7 Grad waren. Der Aluwärmeschutz den ich verwende ist nicht zwangsläufig nötig, bringt aber noch ein wenig mehr Dunst beim Erwärmen.
Leider kann man die Leistung des Kochers nur relativ schlecht dosieren, es gibt eigentlich nur viel heiß oder kurz vor den Ausgehen, daß geht bei dem größeren Modell, dem Omnifuel besser (der hat ein zusätzliches Drosselventil direkt am Brenner). Schwachpunkt bei dem Kocher ist meiner Meinung nach die Verbindung Kraftstoffpumpe / Kraftstoffleitung am Brenner. Diese Verbindung kann man lösen, dann hat man die Kraftstoffpumpe und Brenner separat und kann diese platzsparender verstauen. Bei mehrmaligem auseinander / zusammenstecken hatte die Gummidichtung ihren Geist aufgegeben. Dann sifft die Verbindung ganz schön, ungefährlich ist das zudem auch nicht! Noch dazu ist diese Dichtung nicht im standard Reparaturkit dabei, und konnte nur über die Spezialkundenhotline vom Globi besorgt werden! Das ist mehrmals passiert, so dass ich mir bei Ebay dann eine passende Dichtung besorgt haben, die aus etwas härteren Gummimischung ist.  Mit der neuen Dichtung konnte ich diese Probleme jedoch abstellen.
Trotz des kleinen Dichtungsproblem ist der Kocher recht solide, nicht der Leichtest- / Kleinste aber dafür verlässlicht im Betrieb und mit ner ganzen Menge Brennstoff zu befeuern,
schreibt Christian
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