Uplandsteig 2012

| Keine Kommentare | 4.219 mal gelesen

Zu Beginn möchte Ich nur einmal erwähnen, dass wir dieses Jahr schon Temperaturen um die 20 Grad Celsius hatten. Wohin die sich verflüchtigt hatten war die große Frage, jedenfalls waren sie auf dem Uplandsteig kurztrip irgendwie nicht zu finden. Aber nun mal von Anfang an. Eher spontan kam mir der Gedanke auf einen Trekkingkurztrip und so hatte ich mich schnell mit @ebiwissenbach abgesprochen und das Osterwochenende eingeplant. Leider zeichnete sich die Tage vorher schon ab, dass das Wetter nicht so toll werden sollte, Regen, evtl etwas Schnee und deutlich kälter sollte es werden……. aber erstmal abwarten.

Der Uplandsteig eignet sich für einen Kurztrip ganz gut, da es ein Rundkurs ist und so schon mal von vornherein die Organisation des Rücktransportes entfällt. Informationen zum Steig findet man unter anderem auf www.wanderwelt-willingen.de . Hier gibt’s auch eine recht ausführliche Erläuterung zu den einzelnen Tagesetappen, die die Wegstrecke von Rund 64km auf insgesamt 4 Einzeletappen aufteilen. Für unseren Trip hatten wir jedoch 2 Etappen eingeplant. Um hier eine möglichst ausgeglichene Etappen Teilung hinzubekommen, hatten wir ca. in der Hälfte der Wegstrecke die Übernachtung eingeplant. Das war dann nach ca. 30km in Böminghausen, die zweite Etappe ist dann etwas länger. Im Nachhinein fand ich noch Informationen auf www.uplandsteig.de über eine 2 Tages Speedhiking Möglichkeit auf dem Uplandsteig. Diese Streckeneinteilung ist im Prinzip die Gleiche die wir gelaufen sind, da leider das Track aufzeichnen mit meinem GPS nur etwa 2/3 der Strecke funktioniert hat man die Möglichkeit  auf www.uplandsteig.de die Infos zu holen falls man eine 2 Tagesvariante geplant ist.

Die erste Etappe von Willingen über Schwalefeld, Rattlar nach Böminghausen hat nicht so die Bezeichnung Steig verdient, da hier zwar schon ein paar Höhenmeter zu überwinden sind, die meiste Zeit bewegt man sich aber auf Waldautobahnen, Schotter und Teerwegen. Ein paar kurze Passagen Steig (also mal ein wenig Querfeldein) sind zwar dabei, diese Teilstücke sind aber eher kurz.

Die zweite Etappe von Böminghausen, Bergvariante an Usseln vorbei über den Kahlen Pön, Niedersfelder Hochheide, Langenberg nach Willingen ist dann meiner Meinung nach die schönere Etappe und hier sind auch ein paar mehr Geländeeinlagen vorhanden. Fast die Hälfte der 2. Etappe des Uplandsteigs ist Deckungsgleich mit einem Teilstück des Rothaarsteigs, hier wird dann das Gelände etwas anspruchsvoller und man wird als Wanderer schon früh darauf hingewiesen. So sollte ein Steig sein….

Die Wetterverhältnisse hatten sich zwischenzeitlich auch dem Gelände angepasst. Es wurde deutlich kälter (< 0 Grad) und der Schnee kam auch noch dazu. Auf dem Kahlen Pön pfiff der Wind dann schon richtig kalt ins Gesicht, dafür war hier die Aussicht oben recht gut.

Highlight auf der 2 Etappe ist mit Sicherheit auch die Hochheidehütte auf der man kurz vor dem Gipfelsturm auf den Langenberg noch mal auftanken kann. Wobei von hier nicht mehr wirklich viele Höhenmeter anliegen. Vom Langenberg in Richtung Richtplatz befindet man sich quasi auf er Zielgeraden, bis nach Willingen geht’s dann nur noch runter vom Berg ins Tal.

Dunkle Wolken ziehen auf, wird wohl nicht mehr lange dauern bis es wieder anfängt zu schneien. In Willingen angekommen kam ich mir irgendwie etwas fehl am Platz vor. Den Geruchsschweif von mehrfach getrocknetem Körperflüssigkeiten und vom äusserlichen her aussehend als ob ich gerade im Regen einen Acker umgegraben hätte zog dann schon die Blicke der entgegenkommenden Personen auf uns. Kann aber auch sein das wenn man 2 Tage fast alleine durch die Botanik geht sich erstmal wieder auf eine zivilisiertet Umgebung einstellen muß.

Sucht man Möglichkeiten zum Übernachten, dann ist in den kleinen Orten am Uplandsteig das Angebot begrenzt. In Böminghausen haben wir im Gasthof Ritter übernachtet. Der Gasthof ist über die Internetseite schnell zu finden und auch die Reservierung ging schnell. Als weitere Möglichkeit kann man am Uplandsteig auch die Variante in Betracht ziehen in Schutzhütten oder im Zelt die Nacht zu verbringen. Es gibt in der Gegend Böminghausen genügend Möglichkeiten ein Zelt aufzustellen, wer sich das Gewicht vom Zelt sparen möchte, der kann auch in Schutzhütten Übernachten. Diese sind teilweise recht Gr0ß so das man auch mit mehreren Personen drin schlafen könnte. Am Verlauf der Uplandsteigs sind auf jeden Fall genügend Hütten vorhanden.

Ich hätte nicht gedacht das es so kalt werden würde auf dem Trip, das hatte ich etwas unterschätzt und dementsprechend war ich  Klamottentechnisch auf etwas wärmere Temperaturen eingestellt. Da war ich doch froh das ich meine Hardshelljacke dabei hatte. Ansonsten kann ich den Steig schon empfehlen. Mir persönlich hat die 2. Etappe besser gefallen und als Low Budget Trekkingtour ist  die Variante draussen zu pennen eine Alternative auch ohne Zelt eine Möglichkeit.

stay tuned….

 

httpv://www.youtube.com/watch?v=NYTKhI3fiE8&context=C45d2c95ADvjVQa1PpcFOa7cudBphS_8U0eOdnXkynrZX_bA4iGQs=

 


Andere interessante Beiträge:

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.


WordPress Cookie Hinweis von Real Cookie Banner