GC17Q8E es gibt ein Problem

| 1 Kommentar | 4.005 mal gelesen

Ich saß letztens an einem Freitag Abend in Siegen als ich eine Email bekam. In Zeiten permanenter Erreichbarkeit nix ungewöhnliches, bei dieser Mail jedoch schon. Ich wollte sie schon löschen da ich ursprünglich dachte das es Spam wäre, nein scheinbar gab es irgendwie Stress bei einem meiner Geocaches. Naja sowas kann ich schlecht aufm Handy eruieren, also hab ich nachdem ich wieder Zuhause war nochmal den Laptop angeworfen.

Untersuchung, Geocache in Erdbach

Rein nach der Überschrift zu Urteilen würde ich sagen……Stress! Naja erstmal weiterlesen…..also dann

vor zwei Jahren bin ich im Rahmen einer Stollenbegehung zur Bestandserfassung heimischer Fledermäuse überraschenderweise auf obigen Cach gestoßen.

Okay, also der Cache ist zufällig gefunden worden, hatte doch ein begeisterter Geocacher mal einen kleinen Drachen auf einen Stein gemalt und den in die Höhle gestellt. Bei dem Namen des Caches war das ja noch nachvollziehbar, ich dachte mir aber schon damals ob das jetzt so gut war? Die eigentliche Cachedose wäre sonst eher nicht zufällig gefunden worden, denn die war gut versteckt. Okay weiter geht’s…..

Dem Logbuch ist/war und auch dem Internet (ich cache selbst ab und an) zu entnehmen, dass dieser Cach recht häufig, und auch im Winter – wenn Fledermäuse die Höhle als Winterquartier nutzen – befahren wird.
Gerade in Naturschutzverbänden und im Regierungspräsidium wird „Geocaching“ als Problemfaktor für den Arten und Biotopschutz heiß diskuttiert, was mich auch zu dieser Anfrage führt.

Okay, also diese Diskussion ist auch nicht an mir vorbeigegangen aber mal weiterlesen….

Im Hinblick auf den großen touristischen Wert, den Geochaching in kürzester Zeit erlangt hat bzw. noch weiter erlangen wird, möchte ich am Beispiel der „Las Cuevas del Drach“ (und womöglich „*************“) die Möglichkeit der Nutzung solcher Cachs in FFH-Gebieten erläutern und dazu einer kleine Analyse durchführen.
Da ein Logbuch existiert möchte ich in dieser Mal anfragen, ob Sie mir die darin enthaltenen Daten (im Falle einer Veröffentlichung selbstverständlich unter der Nennung ihres Namens) zur Verfügung stellen könnten, um eine Statistik über die Besuche im Jahresverlauf und ähnliche Abbildungen zu erstellen.

Ah okay, also durch das fleissige Loggen der Geocacher wird das „Befahren“ der Höhle natürlich jetzt sehr transparent aber wie soll ich das jetzt weiter deuten? Stress…kein Stress??? Naja mal weiterlesen

Womöglich kann man der von konservativen Einstellungen geprägten Diskussion so eine andere Richtung geben.

Ah okay, „womöglich“ !?! Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt. Also der gute Wille war da (zumindest deute ich die Mail jetzt nicht unbedingt als Stressmail und das sich jemand die Mühe macht den Owner anzuschreiben passiert auch nicht so oft). Egal, auf jeden Fall war der letzte Satz für mich ausschlaggebend, den Cache zu archivieren. Geocaching ist und war für nicht immer ein Hobby was ich mal mehr und momentan eher weniger verfolge. Gerade weil es Hobby ist, hab ich  zukünftig keine Lust auf Diskussionen die diesbezüglich dann mal anstehen könnten (und womöglich noch welche die konservativ geprägt sind).

Wegen der Archivierung des Caches bin ich zwischenzeitlich von verschiedenen Geocachern angeschrieben worden, auch stellte sich mittlerweile heraus, dass der Cache nicht in einem Naturschutzgebiet liegt, eben aber in einer Höhle! Da Höhlen eine gewisse Faszination  bei vielen Geocachern auslöst ist für mich nachvollziehbar, deswegen vielleicht auch die 63 Favoritenpunkte, aber deswegen auch eventuelle Probleme mit Fledermäusen, was Naturschützern nicht gefällt und so schließt sich auch der Kreis wieder.

Ich habe mir dann doch mal die Mühe gemacht, die Logs auf Geocaching.com auszuwerten (die sind ja eh relativ öffentlich einsehbar). Blau, das sind die Logs per anno, grün sind die kommulierten Logs. Scheint so als ob es in den letzten zwei Jahren weniger Besucher gewesen sind, das hätte ich jetzt rein gefühlsmäßig eher weniger erwartet (in Zeiten wo Geocaching in aller Munde ist).

Auf die Frage ob der Naturschützer die Daten aus den Logbüchern rausziehen und verwenden kann, habe ich keine Zustimmung gegeben.

Man soll aufhören wenn’s am schönsten ist, vielleicht ist das jetzt genau die richtige Zeit dazu…..archived GC17Q8E


Andere interessante Beiträge:

Ein Kommentar

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.


WordPress Cookie Hinweis von Real Cookie Banner